Europanacht – Ein Land sucht seinen Weg – VERSCHOBEN

Gegenwart verstehen

Die Schweiz liegt mitten im europäischen Kontinent, sie ist wirtschaftlich weit enger in die EU integriert als die grossen Mitgliedländer, sie übernimmt das europäische Gemeinschaftsrecht und ist auch kulturell sehr eng mit ihr verbunden. Und doch will sie der EU nicht beitreten, weil über das ganze politische Spektrum hinweg Nachteile befürchtet werden. Daraus ergibt sich ein Verhältnis zu Europa, das im besten Fall ambivalent, häufig aber angespannt oder gestört ist.


Aufgrund der aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben wir beschlossen, die Europanacht der Anny-Klawa-Morf-Stiftung zu verschieben. Weitere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.


Diskussionen um Europa verlaufen oft im Nebel. Das hängt mit der Koexistenz unterschiedlicher Ablehnungsmotive mit der gleichzeitigen Forderung von Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Kulturinstitutionen sowie Forschungseinrichtungen nach verstärkter Kooperation und freiem Zugang zusammen. Dass das schlecht zusammenpasst, zeigt die aktuelle Debatte um das Rahmenabkommen mit der EU.

Für die Wohnbevölkerung des Landes und insbesondere für Schweizer Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig, die vielfältigen und komplexen Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU zu verstehen, um sich eigenständig eine Meinung dazu zu bilden. Die Europanacht der Anny-Klawa-Morf-Stiftung liefert mit einer Abendveranstaltung in der Woche des Europatags (9. Mai 2020) einen Beitrag zu dieser Auseinandersetzung.